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  Rot-Grün kippt das Bankgeheimnis
  Rot-Grün kippt das Bankgeheimnis. Besorgte deutsche Anleger suchen bei eidgenössischen Geldhäusern Sicherheit vor der deutschen Kontrollwut.

Denn seit dem 1. April hat Bundesfinanzminister Hans Eichel den seit Jahren wachsenden Druck auf die Anleger noch einmal drastisch erhöht: Finanzämter dürfen jetzt alle Konten eines Steuerpflichtigen per Computer abfragen - für Datenschützer ein großer Schritt zum "gläsernen Bankkunden".


Viele Deutsche befürchten nun, der Fiskus könnte schon bald noch tiefer in ihre Privatsphäre eindringen. Und 74 Prozent der im Februar für das mm-Börsenbarometer befragten Aktionäre erwarten, dass die neuesten staatlichen Schnüffeleien eine Kapitalflucht auslösen werden.

"Solche Reflexe kann man in der Tat nicht ausschließen", warnt auch Harald Noack, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes in Berlin. Der Münchener Steueranwalt Jan Olaf Leisner rechnet damit, dass in nächster Zeit etliche Milliarden Euro in die Schweiz abfließen werden. Dort, schätzen Experten, dürften bereits jetzt mehr als 100 Milliarden Euro aus Deutschland liegen.
   
 
   
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